Neu im Bücherregal

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Aprilfrost
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » Do 18. Okt 2018, 19:34

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Ich lese gerade die Autobiographie des über die Fachwelt hinaus bekannten Psychologen und Psychiater Irvin Yalom: Wie man wird, was man ist [Becoming myself]. Yalom hat weltweit Bücher in dreistelliger Millionenauflage berkauft. Am bekanntesten sind seine - sehr lesenswerten - Romane "Die rote Couch" und "Und Nietzsche weinte".

Abends im Bett lese ich die Romanvorlage für Babylon Berlin. DerTitel lautet: Der nasse Fisch von Volker Kutscher. Tolle Skizze vom Berlin im Jahre 1929.
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Aprilfrost
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » So 7. Apr 2019, 21:04

Seit fünf Monaten keine Beitrag mehr zu diesem Thema... Entweder wird nicht mehr gelesen - oder es wird nicht mehr darüber geschrieben. Dabei habe ich hier einige sehr sehr gute Anregungen gefunden. Also lasst mich/uns gerne wissen, was bei Euch gerade angesagt ist.

Ich lese gerade den ziemlich dicken Roman "Stadt aus Rauch" von Svealena Kutschke. Es ist ein Ritt durch das zwanzigste Jahrhundert, geschildert am Beispiel von zwei (fiktiven) Lübecker Familien über vier Generationen. Literarisch auf gehobenem Niveau, voller Wendungen und manchmal etwas ins Surreale abgleitend. Vergnügliche 665 Seiten.

Parallel höre ich - meistens im Auto - "Mittagsstunde" von Dörte Hansen, gelesen von Hannelore Hoger. Normalerweise lese ich lieber als Bücher zu hören, aber die Hoger macht das so großartig, dass ich gar nicht genug kriegen kann. Geschildert wird das Dorfleben im schleswig-holsteinischen Brinkebüll, einem erfundenen Ort. Die Mentalität der Fischköppe wird hier auf die Spitze getrieben, aber im Wesentlichen kann ich sagen: Ja, so sind wir hier im Norden.
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Wilson » Mo 8. Apr 2019, 10:27

Ich habe dieses Jahr sicher schon mehr als 3.000 Seiten gelesen, aber ich dachte, das interessiert keinen ;)

Schon abgeschlossen:

1. George R. R. Martin „A Storm of Swords“ *****
2. Neil MacGregor „Leben mit den Göttern“ *****
3. George R. R. Martin „A Clash of Kings“ ****1/2
4. George R. R. Martin „A Game of Thrones“ ****1/2
5. Jordan B. Peterson „12 Rules for Life: An Antidote to Chaos“ ****
6. Walter Moers „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ ****
7. Rainer Maria Rilke „Briefe; Band 1“ ***

Aktuell am lesen:

Marcel Proust „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Die Flüchtige“
Robert Harris „Lustrum“
Rainer Maria Rilke „Briefe; Band 2“
George R. R. Martin „A Feast for Crows“

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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » Mo 8. Apr 2019, 20:54

Wilson hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 10:27
Ich habe dieses Jahr sicher schon mehr als 3.000 Seiten gelesen, aber ich dachte, das interessiert keinen ;)
Weit gefehlt, guter Mann! Ich habe hier immer gern reingesehen und mir nicht nur manche Inspiration geholt, sondern diverse Bücher auf Empfehlung gekauft und gelesen. Über 2000 Seiten bin ich dieses Jahr mit Sicherheit auch schon gekommen. Es handelt sich um diese Bücher:

Jules Verne - Die Jangada (Amazonas-Trip in der Tradition von Karl May - nur besserer Stil)

Christoph Rehage - Neuschweinstein (Ein Deutscher schließt sich in China einer Reisegruppe von Chinesen an, mit denen er Europa erkundet. Toller Reisebericht, höchst amüsant)

Jürgen Schäfer - Gebrauchsanweisung für Kuba (Was der Titel verspricht)

Bill Clinton / James Patterson - The President is missing (Präsidenten-Thriller von einem Präsidenten geschrieben)

Tilmann Benz - Wo die Ostsee Westsee heißt (Einblicke in die drei baltischen Länder)

Michael Robotham - Die andere Frau (Robotham ist mein Lieblings-Krimiautor)

Alexandra Fröhlich - Gestorben wird immer (Familien-Epos einer Hamburger Steinmetz-Familie - allesamt schräge Typen)

Ulrich Welk - Der Sommer meiner Mutter (The Summer of Love. So tickten unsere Eltern - oder auch nicht. Der Grund, warum Mama sich umgebracht hat, wird erst am Ende ersichtlich. Stimmt nachdenklich.)

Frank R. Tallis - Das Haus der bösen Träume (Frank Tallis hat mehrere historische Krimis geschrieben, die in Wien am Fin de Siècle spielen. Ich habe sie verschlungen. Dieser morbide Roman spielt in Ostengland in den 1950er Jahren. Hauptpersonen sind Ärzte. Und nicht nur nette.)

Robert Harris - Conclave (Ein Vatikan-Thriller mit überraschendem Ende.)

Bei der "Stadt aus Rauch" habe ich gestern die Seite 500 hinter mir gelassen.

Wilson, worum geht es bei "Leben mit den Göttern"? (Ach könnte ich ja auch gugeln...) Dass Du neben Deinem ausgefüllten Arbeitsleben auch noch Zeit zum Lesen findest und sogar noch hier aktiv bist, finde ich beeindruckend und klasse. :good:
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Wilson » Mo 8. Apr 2019, 21:17

„Conclave“ habe ich letztes Jahr gelesen. War zwar gut geschrieben, aber ich fand das Ende einerseits vorhersehbar, andererseits doch sehr bemüht.

Neil McGregor ist der ehemalige Chef des British Museum, der eine ganze Reihe hervorragender Geschichtsbücher veröffentlicht hat, u.a. auch „Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten“ und „Shakespeares ruhelose Welt“. Ich schätze ihn sehr.

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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » Mi 10. Apr 2019, 21:02

Wilson hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 21:17
„Conclave“ habe ich letztes Jahr gelesen. War zwar gut geschrieben, aber ich fand das Ende einerseits vorhersehbar, andererseits doch sehr bemüht.
Harris' "Fatherland" ist für mich das Non-plus-ultra. Daran gemessen hat er den Standard nie wieder erreicht.

Neu bei mir:
Michelle Marly: Madame Piaf und das Lied der Liebe

Ein biographischer Roman über die große kleine Edith Piaf. Beginnt 1944 und liest sich bisher sehr gut.
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Wilson » Sa 13. Apr 2019, 07:52

Aprilfrost hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 21:02
Wilson hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 21:17
„Conclave“ habe ich letztes Jahr gelesen. War zwar gut geschrieben, aber ich fand das Ende einerseits vorhersehbar, andererseits doch sehr bemüht.
Harris' "Fatherland" ist für mich das Non-plus-ultra. Daran gemessen hat er den Standard nie wieder erreicht.
Es ist sehr lange her, dass ich „Fatherland“ gelesen habe. Derzeit lese ich den zweiten Band seiner Cicero Trilogie, „Lustrum“. Diese ist durchaus empfehlenswert. Cicero hatte einen Sklaven,Marcus Tullis Tiro, der wohl tatsächlich fast 100 Jahre alt geworden ist und seinen ehemaligen Besitzer um ein halbes Jahrhundert überlebt hat. Tiro hat nicht nur eine leider verloren gegangene Biographie von Cicero geschrieben (die Harris mit seinen Romanen neu erfindet), sondern auch die Stenographie erfunden. Abkürzungen wie „etc.“ oder „&“ stammen von ihm.

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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » Sa 13. Apr 2019, 08:46

Wilson hat geschrieben:
Sa 13. Apr 2019, 07:52
Aprilfrost hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 21:02
Wilson hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 21:17
„Conclave“ habe ich letztes Jahr gelesen. War zwar gut geschrieben, aber ich fand das Ende einerseits vorhersehbar, andererseits doch sehr bemüht.
Harris' "Fatherland" ist für mich das Non-plus-ultra. Daran gemessen hat er den Standard nie wieder erreicht.
Es ist sehr lange her, dass ich „Fatherland“ gelesen habe. Derzeit lese ich den zweiten Band seiner Cicero Trilogie, „Lustrum“. Diese ist durchaus empfehlenswert. Cicero hatte einen Sklaven,Marcus Tullis Tiro, der wohl tatsächlich fast 100 Jahre alt geworden ist und seinen ehemaligen Besitzer um ein halbes Jahrhundert überlebt hat. Tiro hat nicht nur eine leider verloren gegangene Biographie von Cicero geschrieben (die Harris mit seinen Romanen neu erfindet), sondern auch die Stenographie erfunden. Abkürzungen wie „etc.“ oder „&“ stammen von ihm.
Demnach ist Tiro eine historische Gestalt und keine Erfindung?
Wie ich gerade von meiner Gattin erfahre, haben wir die beiden Cicero-Bände auch. Da muss ich mir in nächster Zeit ja keine Gedanken über Lesestoff machen.
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Wilson » Sa 13. Apr 2019, 13:32

Aprilfrost hat geschrieben:
Sa 13. Apr 2019, 08:46
Demnach ist Tiro eine historische Gestalt und keine Erfindung?
Wie ich gerade von meiner Gattin erfahre, haben wir die beiden Cicero-Bände auch. Da muss ich mir in nächster Zeit ja keine Gedanken über Lesestoff machen.
Ja: Marcus Tullius Tiro (* um 103 v. Chr. in Arpinum; † 4 v. Chr. bei Puteoli)

Es gibt insgesamt 3 Bände - "Imperium", "Lustrum" und "Dictator".

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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von Aprilfrost » Sa 13. Apr 2019, 15:07

Danke für den Tipp, Wilson.
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Re: Neu im Bücherregal

Beitrag von SOON » Sa 13. Apr 2019, 19:35

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