[SHORT - REVIEW] Andreas Vollenweider - "CD: Quiet Places; Book: Im Spiegel der Venus""

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[SHORT - REVIEW] Andreas Vollenweider - "CD: Quiet Places; Book: Im Spiegel der Venus""

Beitrag von JJG » Sa 17. Okt 2020, 19:01

Andreas Vollenweider: Buch „Im Spiegel der Venus“ + CD „Quiet Places“ (2020)

In frühester Kindheit werden wir mit Klängen vertraut gemacht. Mit großem Vergnügen bekamen die Kinder in unserer
Familie von Onkel oder Tante zum dritten oder vierten Geburtstag die obligatorische Trommel geschenkt. Natürlich
ging das mit einem Schmunzeln einher.

Im Kindergarten und der Grundschule lernen wir die einfachen Klangfarben und Rhythmen mit Klanghölzern oder Triangeln kennen.
Somit spürten wir, dass jedes Ding seinen eigenen Klang besitzt und man damit toll Musik machen kann. Später wird diese Kunst,
die Musik, leider oft nur auf (gewisse) Instrumente reduziert und somit schränkt sich unser Musikempfinden ein.

Aber es gibt auch innovative Künstler, die diese Urerfahrungen auch für uns Musikkonsumenten wieder erlebbar machen und bringen
uns somit auch ein Stück weit in unsere Kindheit zurück.

Ein Künstler, der diese Klangfarben in seine musikalischen Werke einbaut, ist Andreas Vollenweider. Der Züricher Harfenist
forciert diese Kunst zum Wohlgenuss seiner Zuhörer. Damit werden unsere kindlichen Urerfahrungen in den Analen unseres Gehirns
reaktiviert.

Vollenweider begab sich nun in den letzten Jahren seines künstlerischen Suchens auf ein neues Terrain, er schrieb einen Roman.
Dem nicht genug, er brachte zusätzlich dazu einen Soundtrack heraus. Muss man jetzt ein neues Wort erfinden? Es ist nicht neu,
dass Romane oder Kurzgeschichten vertont werden, weil sich Musiker durch geschriebene Worte inspiriert fühlen und diese
Empfindungen in Klänge wandeln.

Hier schreibt ein Musiker einen Roman und gibt ihm selbst ein musikalisches Gewand. Nicht ungewöhnlich, dass im Roman ein
Instrument eine wesentliche Rolle spielt und wenn man den Künstler kennt, dann ergeben sich beim Lesen schon Klangfarben.
Wenn man die CD beim Lesen des Romans hört, dann kann wird dieses Eintauchen in die Worte verstärkt und es ergibt sich
eine Verbindung von Wort und Klang.
Natürlich gibt die Thematik des Romans auch die Ansichten, Konflikte und Reisen des Autors wieder. Wobei sich der Harfenist,
eigentlich sogar Multi-Instrumentalist, nicht nur physisch auf Reise begibt, nein er reist auch in sein oder unser Innerstes,
überwindet Raum und Zeit und setzt sich mit Religionen, Weltanschauungen und Ansichten und unserer Geschichte auseinander.
Dabei ist er nicht nur ein hervorragender Protagonist, sondern auch Zuhörer und blickt tief in die Seelen der Völker.

Auf 400 Roman-Seiten kann man dem Künstler folgen, die CD bietet 10 Stücke, die er als „Thematic Improvisationen“ bezeichnet.
Zusätzlich gibt es noch ein Hörbuch, das ebenfalls musikalisch untermalt ist.
Wer also in diesen aufregenden Zeiten an „Ruhigen Orten“ in den „Spiegel der Venus“ schauen möchte, wird hier einen der
außergewöhnliche Plätze finden.

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Tracks:
1. Pygmalion
2. Polyhymnia
3. The Pyramidians
4. Entangled
5. Come to the Quiet Place
6. Venus in the Mirror
7. Bella Smiling
8. Wanderung
9. Sculpture
10. Fields of Blue

Musiker:
Walter Keiser - Drums, Percussion
Isabel Gehweiler - Cello
Andreas Vollenweider - Harp, Piano, Wind Instruments, Vocals, Keyboards, Percussion
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"We are truth made in heaven, we are glorious" (Anderson/Stolt 2016)

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Re: [SHORT - REVIEW] Andreas Vollenweider - "CD: Quiet Places; Book: Im Spiegel der Venus""

Beitrag von Caravan » So 18. Okt 2020, 18:12

Danke für den Tipp, habe noch nach einem schönen Geburtstagsgeschenk (Caravanin) gesucht und nun gefunden..... Vinyl dann für mich :lol:

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Re: [SHORT - REVIEW] Andreas Vollenweider - "CD: Quiet Places; Book: Im Spiegel der Venus""

Beitrag von JJG » Mo 19. Okt 2020, 15:40

Übrigens hat Amazon meine Rezension (wortgleich) nicht veröffentlicht, weil ich dort eine Url zum Yes-Forum setzen wollte.
"We are truth made in heaven, we are glorious" (Anderson/Stolt 2016)

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